Die Verbraucherschutzorganisation Que Choisir Ensemble testete zehn kürzlich auf Temu, AliExpress und Shein verkaufte Sonnenschutzmittel. Laut der Organisation bietet keines der Produkte einen zufriedenstellenden Schutz. Neun Sonnenschutzmittel entsprachen nicht den Vorschriften, und die meisten erreichten nicht den beworbenen Lichtschutzfaktor (LSF).
Die Organisation prangert dies als „schwerwiegende Mängel“ an und hat Beschwerden bei Arcom (der französischen Verbraucherschutzbehörde) und der DGCCRF (der französischen Generaldirektion für Wettbewerbspolitik, Verbraucherschutz und Betrugsbekämpfung) eingereicht. Drei Produkte wurden aufgrund eines Inhaltsstoffs, der in der EU seit dem 1. Mai verboten ist, umgehend entfernt. Von den verbleibenden sieben Produkten erreichten sechs nicht den angegebenen Schutz, und vier blockierten UV-Strahlen überhaupt nicht. Nur ein Produkt erreichte den angegebenen LSF, enthielt aber einen Stoff, der im Verdacht steht, die Östrogen- und Schilddrüsenfunktion zu beeinträchtigen.
Die Plattformen geben an, die betroffenen Sonnenschutzmittel entfernt und interne Untersuchungen eingeleitet zu haben. Temu hat den Verkauf ähnlicher Produkte ausgesetzt, Shein führt eine umfassende Prüfung durch, und AliExpress gibt an, die betreffenden Angebote nach Erhalt der Meldung umgehend entfernt zu haben.
Que Choisir Ensemble bleibt jedoch skeptisch: Aufgrund mangelnder Rückverfolgbarkeit könnten diese Produkte unter anderen Marken wieder auftauchen. Die Plattformen werden regelmäßig wegen der Gefährlichkeit einiger ihrer Artikel kritisiert. Ende Mai verhängte die EU gegen Temu eine Geldstrafe von 200 Millionen Euro wegen des Verkaufs illegaler Produkte, während AliExpress und Shein ebenfalls von Brüssel geprüft werden.
Sophie de Duiéry
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